Die Massenarbeitslosigkeit der frühen dreißger Jahre war nach allgemeiner Überzeugung ein Schlüsselfaktor für die dramatischen Wahlerfolge der NSDAP. Wegen Datenrestriktionen konnte diese Vermutung bisher aber empirisch nicht rigoros nachgewiesen werden. In dieser Untersuchung wird erstmals unter Verwendung neuartiger ökonometrischer Methoden ein intuitiv plausibler positiver Zusammenhang zwischen Anstieg der Arbeitslosigkeit und NSDAP-Wahlerfolg aufgezeigt und quantifiziert.
Basierend auf diesem Befund werden im Rahmen einer Simulation verschiedene beschäftigungspolitische Maßnahmen und deren fiskalische Eingriffsintensität sowie daraus resultierende kontrafaktische Sitzeverteilungen im Reichstag ermittelt. Die Ergebnisse deuten daraufhin, dass effektive - in diesem Kontext die NS-Machtergreifung verhindernde beschäftigungspolitische Eingriffe - durchaus im tatsächlichen Finanzierungsspielraum der damaligen Regierungen lagen.
Dieses Buch mit seiner Synthese aktueller ökonomischer, politologischer und humangeographischer Ansätze zur Analyse des Wählerverhaltens ist die bisher methodologisch umfassendste empirische Untersuchung des Weimarer Wählerverhaltens. Es enthält 35 Abbildungen, darunter zahlreiche Kartendarstellungen zur räumlichen Verteilung von Stimmenanteilen oder soziostrukturellen Variablen in der Weimarer Republik.

Wählerverhalten und nationalsozialistische Machtergreifung (ISBN 3-89590-110-5) ist zum Preis von DM 34.- im Buchhandel erhältlich oder kann direkt beim

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